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Konzerte


Inhalt:

Blurt

Anne Clark

Haindling

John Fogerty

Norah Jones

Kris Kristofferson

La BrassBanda

Daniel Lanois

Coco Montoya

Willie Nelson

Nimm Drei

Rad Gumbo

Stereo Total

U2

Wilco

Blurt, Mi. 28.04.2010

Blurt, Zusatztermin Di. 26.10.2010 im Puerto Giesing

Ted Miltons Punk-Jazz-Trio auf ungefähr fünfundzwangzigster Abschiedstournee. Ted Miltons Punk-Jazz-Trio auf ungefähr fünfundzwangzigster Abschiedstournee.
Let there be Blurt, am Mittwoch, den 28.04.2010 in der Roten Sonne, München.

Nach der 'Last Tour', der 'Last Last Tour' und der 'Last, Last Tour, Part 2', folgt fast zwangsläufig die 'Last, Last Tour, Part 2 continued'. Wir sind gespannt auf die Tour 2011 des rüstigen Rentners!

Auch im Rentenalter ist Ted Milton ( 67 ) noch eine tolle avantgardistische Performance gut: im mausgrauen Anzug zur gepflegten Irokesenfrisur grimassiert er auf der Bühne, verrenkt sich grotesk während er dilettantisch in sein Saxofon trötet, und rezitiert, mal flüsternd, mal schreiend, dadaistische Texte, während die Band ( Schlagzeug und Rhythmusgitarre ) im monotonen Dickicht zwischen Minimalismus, Tribal und Trance die Grenzen zwischen Wahnsinn und Genie erforscht. Im kleinen, aber feinen Club ‚Rote Sonne’ in der Maximillianstraße traf sich ein überschaubares, wissendes Publikum, um den letzten unentdeckten Helden der Avantgarde zu feiern. Und sie wurden nicht enttäuscht. Zum Abschluss wurden neuaufgelegte limitierte, signierte CDs aus der über 30-jährigen Bandgeschichte verkauft: auch sie minimalistisch, roh und faszinierend gestylt ( das Cover Kartoffeldruck auf dicker, ungefärbter Pappe ? ) . Und für den Winter wird ein brandneues Album angekündigt: die letzte Tour wird wohl wieder nicht die letzte gewesen sein!

Nimm Drei, Fr. 07.05.2010

Nimm Zwei und du bleibst gesund. Nimm noch den Tom dazu, das ergibt das gut eingestimmte Acapella-Trio Nimm Drei. Einer der raren ( wegen zweimal Elternzeit ) Auftritte findet statt am Freitag, den 07.05.2010 im Kelten-Römer-Museum, Manching


Im total überfüllten Sall des Museums gaben die drei Sänger die bewährte Mischung aus Können und Klamauk zum besten. Nur etwas mehr Sauerstoff wäre wünschenswert gewesen. Aber wenn man schon als passiver Zuhörer so geschlaucht war, muss man die Leistung der Künstler, um so höher bewerten.

Coco Montoya, Sa. 08.05.2010

Das Highlight des Bluesfests 2010 in der Fronte 79 in Ingolstadt.
Der ehemalige Gitarrist von John Mayalls Bluesbreakers spielt lange Gitarrensolos. Ist mir recht, aber gepflegt müssen sie sein! Oh, Zeitkonflikt mit Apian 2.0!

Für Coco Montoya keine Zeit gehabt, aber ein Bekannter berichtet von einem gelungenen Auftritt zwischen Blues, Rock und Funk.

Stereo Total, Mi. 12.05.2010

Die deutsch-französische Freundschaft mit Francois Cactus und Brezel Göring auf den Spuren der Neuen Deutschen Welle. Im Feierwerk.

Noch ein verpasster Termin: keine Zeugen vorhanden.

La BrassBanda, Mi. 26.05.2010

Zusatztermine 15./16./17 und 20.10.2010 im Circus Krone

Die Chiemgauer Techno-Punk-Blaskapelle spielte sich in nur zwei Jahren von der Kleinkunstszene in die großen Hallen.
Höhepunkt waren 2009 drei ausverkaufte Konzerte im Circus Krone, gefilmt von Marcus H. Rosenmüller. 2010 folgen ( mindestens ) zwei weitere Konzerte im Circus Krone, doch vorher gibt es einen Abstecher nach Ingolstadt: am 26.05.2010 im Festsaal des Stadttheaters.

La BrassBanda im Festsaal konnte ich nicht besuchen, aber ein Spion war genauso begeistert wie ich letztes Jahr im Circus Krone: La BrassBanda muss man erlebt haben, da gibt es keine passenden Worte. Weitere Auftritte am 15./16.10.2010 im Circus Krone.

Rad Gumbo, Sa. 19.06.2010

Unter widrigen Umständen, nämlich Fussball-WM als Konkurrenz und feuchtkaltem Wetter, begannen Rad Gumbo pünktlich um 18 Uhr auf der kleinen Open-Air-Bühne des Bauerngerätemuseums ihren Auftritt in gewohnter Qualität: Eigenkompositionen und umarrangierte Standards präsentierten die ‚local heros’ um Robert ‚Dackel’ Hirmer am Akkordeon ( Erwin Schmidl am E-Bass und Gerhard Spreng am Schlagzeug ) auf einem Niveau, das im Laufe des Abends in beträchtliche Höhen stieg: das gab es ein Beatles-Cover ( Come together ), bei dem man sich ausnahmsweise nicht die Wiedervereinigung der Fab Four herbeisehnt, und eine neue Version von ‚The River knows your name’ ( mit Dub-Elementen ), und eine Verschmelzung von Richie Havens’ ‚Freedom’ mit Jon Lords ‚Sarabande’, die weit über bloßes Covern hinausgeht. Als der Veranstalter nach viereinhalb Stunden Rad Gumbo den Strom abdrehte, hatte man ein zwar langes Konzert hinter sich, das aber keine Minute langweilte und das nach der Warmspielphase viele ‚magic moments’ bot. Rad Gumbo spielen weit über Regionalliga-Niveau, man kann sie aber immer wieder in kleinem und kleinsten Rahmen erleben: das nächste Mal am Samstag, den 17.Juli am Pfarrfest St. Markus in Ingolstadt, Münchener Straße.

Willie Nelson and Family, Mo. 21.06.2010

Einige meiner besten Freunde sind Country-Songs. Deshalb ist ein Konzert mit Willie Nelson ein Pflichttermin.
Am 21.06.2010 im Circus Krone, München.

Man sah dem ewigen Outlaw Willie Nelson seine 77 Jahre nicht an, obwohl der ‚red-headed stranger’ inzwischen grauhaarig ist. Eineinhalb Stunden lang spielte er nahtlos einen Hit nach dem anderen aus seiner über 50-jährigen Karriere und legte - wiederum ohne Pause – eine lange Zugabe obendrauf. Material gab es genug: Wikipedia zählt über 80 Alben allein unter seinem Namen auf, die Kollaborationen sind unzählig. Die Backing-Band hielt sich zweckdienlich zurück ( das Schlagzeug bestand nur aus einer Snare-Drum ) und überließ dem Meister mit seiner verschlissenen Gitarre ‚Trigger’ die Bühne. Nur der Mundharmonikaspieler durfte auch solieren, und das tat er brillant.

Ob ‚On the Road again’, ‚Jambalaya’ oder ‚To all the girls I loved before’ ( ohne Julio Iglesias und ohne Kitsch ), ob Gospel, Bluegrass oder Country, jedem Lied drückt Willie Nelson durch seine nasale Stimme und seine alte, abgewetzte akustische Gitarre seinen Stempel auf. Wenn seine Gitarre den Geist aufgibt, dann höre er auch mit der Musik auf, so Willie Nelson. Den Fans im ausverkauften Circus Krone war die uneitle, bodenständige Darbietung recht: standing ovations für die Country-Legende. Autogramme und ins Publikum geworfene Stirnbänder für die Fans.


Norah Jones, Fr. 02.07.2010

Everybody's Darling in der Tollwood Musikarena. Eintritt: Euro 50,00 + VVK. Bereits ausverkauft!

30 Grad im Schatten und im Tollwood-Zelt noch viel heißer. Nach einem entbehrlichen Liedermacher als Vorgruppe und einer halbstündigen Pause kam dann Norah Jones auf die Bühne und sorgte mit ihrer Stimme trotz Saunatemparaturen für Gänsehaut.Sie sang alte und neue Hits, wechselte von Gitarre zu Piano und umgekehrt und zurück. Trotzdem zeigte sich, dass Norah Jones vor allem eine Musikerin und keine Show-Frau ist. Solides Handwerk wurde geboten. Erst bei der Zugabe stellte sich ein magic moment ein: mit akustischen Instrumenten um eine einziges, altmodisches Kondensatormikrophon gruppiert, spielten Norah Jones und Band unplugged.

Haindling, So. 04.07.2010

Hans-Jürgen Buchners Multi-Instrumentalisten-Truppe gehört schon zum Tollwood-Inventar. in der Tollwood Musikarena. Eintritt: Euro 30,00 + VVK. Bereits ausverkauft!

32 Grad im Schatten - die Frisur schwitzt... Gleich zu Beginn wies Hans-Jürgen Buchner die Ordner an, die Türen des Tollwood-Zeltes offen zu lassen. Danke, Haindling! dann begannen er und seine Multi-Instrumentalisten-Gruppe ein zweieinhalbstündiges Progeamm mit alten und neuen Hits, das keine Wünsche offen lies. Ständig wurden die Instrumente gewechselt, alte Songs neu arrangiert und staunenswert Neues geboten: gerade aus Südafrika zurück gab es ein Stück für vier Vuvuzelas, das alle Behauptungen Lügen strafte, mit den Tröten könnte man keine Musik machen. Begeisterung lösten auch ein akrobatisches E-Bass-Solo und der Gastauftritt einer Schuhplattler-Gruppe aus. Rundum gelugen!

John Fogerty, Do. 08.07.2010

Der Kopf von Creedence Clearwater Revival auf Solo-Tour mit den alten Hits im Gepäck in der Tollwood Musikarena. Eintritt: Euro 45,00 + VVK.

34 Grad im Schatten. Pünktlich um 19 Uhr kam die Ansage, das Konzert beginne 30 Minuten später. Es wurden dann 50 Minuten, so dass die ersten Buh-Chöre schon das Zelt durchdrangen, bevor John Fogerty ( 65 ) auf der Bühne war - that's Rock'n'Roll.
Kaum begann das Konzert, kam der nächste Schreck: der Soundmixer nahm den Begriff Swamp-Rock allzu wörtlich. Trotzdem konnte das Publikum schon nach wenigen Takten die Lieder mitsingen (!) - sofort war der Frust wie weggeblasen und es herrschte Partystimmung im Zelt. Zwei Stunde lang präsentierte John Fogerty mit seiner Band sowohl alte und neue Drei-Akkorde-Kracher ( aus seiner Solokarriere und seiner Zeit bei Creedence Clearwater Revival ), als auch lange Jamming-Stücke mit ausgiebigen Solos von Gitarre, Schlagzeug und Country-Fiddle - auch das ist Rock'n'Roll.
Als dann endlich unten an der Ecke der böse Mond aufstieg, wurde die ganze Welt gerockt: nach schlechtem Anfang wurde das Konzert doch noch ein Highlight.


Daniel Lanois, Mo. 12.07.2010

Der wichtigste Produzent der 80er Jahre, der die Neville Brothers ( Yellow Moon )und U2 ( Joshua Tree ) zu internationalen Stars machte und altgedienten Country-Haudegen einen modernen Sound verpasste ( Emmylou Harris, Willie Nelson, Bob Dylan ), mit seinen Soloalben aber floppte ( bis auf den Kritikerliebling: For the pleasure of Wynona ) jetzt mit neuem Sound: Dub im Ampere, Muffatwerk.

Nach einem schweren Motorradunfall mußte Daniel Lanois die komplette Tour absagen!

Kris Kristofferson, So. 18.07.2010

Vor zwei Jahren war der alte Country-Haudegen allein mit seiner Gitarre im Circus Krone und hat mit seinen alten Hits begeistert und mit den neuen Liedern Jubelstürme entfacht. Die Tour zur neuen Platte in der Tollwood Musikarena. Eintritt: Euro 45,00 + VVK.

Was für ein Unterschied zum letzten Konzert: der ewig jugendliche Rebell ähnelt inzwischen mehr dem späten Johnny Cash: stimmlich angeschlagen, trägt er seine Texte eher vor, als dass er sie singt, und zupft dazu uninspiriert mit angezogener Handbremse die Gitarre. Trotzdem gibt es in der dreiviertel gefüllten Musikarena artigen Applaus und zum Schluss standing ovations: 'Für sein Lebenswerk', wie eine Besucherin bemerkte, nicht für den Versuch eines Konzertes.

Anne Clark, Mi. 28.07.2010

Die Queen of Darkness nach dem Erfolg der letztjährigen Tour nochmal mit ihrer Spoken Word-Performance, begleitet von einer halb-akustisch-halb-elektrischen Band, incl. Rainer von Vielen. Im Ampere, Muffatwerk.

U2, Mi. 15.09.2010

Im Olympiastadion : verpasst.

Wilco, Fr. 24.09.2010

Americana im Circus Krone: verpasst.


Hintergrundbild: Werbepostkarte für La BrassBanda
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